Datum: 21.04.2015

Der erste deutsche Windkraft-Unternehmer, der durch Cloud-Energie ein neues Energie-Projekt finanziert

Der Windkraft-Pionier Thomas Günzel hat seine Windkraftanlage auf ungewöhnliche Weise zu Geld gemacht: er hat Stromerträge als Cloud-Energie verkauft. Mit den Einnahmen wird der Thüringer ein weiteres Windkraft-Projekt in Brandenburg finanzieren. Bei dem Neu-Ulmer Startup greenXmoney, über dessen Plattform die Stromerträge verkauft worden sind, ist man derweil stolz, das erste Projekt abgeschlossen zu haben.

Thomas Günzel geht gerne neue Wege. Bereits in den frühen 90er Jahren, als das Erneuerbare-Energien-Gesetz noch in weiter Ferne lag, hat der Thüringer seine erste Windkraftanlage gebaut. Heute ist er der erste Windkraftunternehmer Deutschlands, der seine Stromerträge als Cloud-Energie verkauft.

„Für mich war es ein vielversprechendes Experiment, meine Stromerträge über greenXmoney anzubieten. Ich benötige Kapital, um ein neues Windkraft-Projekt in Brandenburg zu finanzieren, und ich hatte zwei Optionen: entweder ich spare 12 Monate lang, oder ich verkaufe meine künftigen Stromerträge, um zügiger an das Geld zu kommen.“

Sechs Monate später ist aus dem Versuch ein Erfolg geworden. Thomas Günzel hat über die erst im Oktober gegründete Plattform greenXmoney Geld eingesammelt. Der Thüringer freut sich: „Ich habe mit dem 'Wattpapier' ein Modell gefunden, um meine Windkraftplanung vorzeitig zu finanzieren, während ich den Anlegern ein nachvollziehbares und faires Investment anbiete.“

In der Cloud kann jeder mitmachen, Öko-Energie zu erzeugen

Torsten Blumenthal, Geschäftsführer von greenXmoney, kommentiert den Erfolg: „Wir sind stolz, schon in einer so frühen Phase unseres Unternehmens ein weiteres Projekt erfolgreich abgeschlossen zu haben. Das zeigt, dass es  ein großes Bedürfnis gibt, online in erneuerbare Energien zu investieren und damit weitere grüne Projekte zu finanzieren. Es zeigt auch, dass unser Modell der grünen Cloud immer mehr Anhänger findet.“

GreenXmoney ist eine in Deutschland einmalige Plattform. Sie erlaubt es Investoren, in der Cloud selbst grünen Strom zu erzeugen. „Menschen speichern ihre Daten in der Cloud, Firmen mieten Computerleistung in der Cloud – warum soll man nicht auch den Strom in der grünen EnergyCloud anstatt auf dem eigenen Dach erzeugen lassen?“ erklärt Torsten Blumenthal die Idee, die zu greenXmoney geführt hat.

Und so funktioniert's: Die Anleger erwerben über greenXmoney von Energieunternehmern wie Thomas Günzel die grünen Stromerträge von deren Anlagen. Dazu schließen sie einen „Wattpapier“ genannten Forderungskaufvertrag ab, der das Investment sowohl in Euro als auch in Kilowatt angibt. Mit dem „Wattpapier“ kann jedermann von der garantierten Einspeisevergütung für Grünstrom profitieren und zugleich helfen, weitere grüne Projekte der Anlagenbesitzer zu finanzieren.

Das virtuelle Kraftwerk ist die Schaltzentrale für den persönlichen Einsatz in der EnergyCloud. Hier sehen die Kunden, wie viel Strom welches grüne Kraftwerk durch ihr Investment erzeugt.  Bei einigen Anlagen, deren Wechselrichter eine Fernüberwachung unterstützen, können sie sich sogar ins System einloggen und dort live zuschauen, wie die grünen Kilowatt entstehen.  „Mit der Echtzeit-Fernüberwachung kommen wir unserem Ziel ein gutes Stück näher: wir wollen unseren Kunden ein echtes virtuelles Kraftwerk bieten, von dem aus sie in Echtzeit beobachten können, wie sie in der Cloud Strom erzeugen,“ so Torsten Blumenthal, „Also ein persönliches Kraftwerk mit Liveschaltung.“

Bessere Chancen im Insolvenzfall

Für Torsten Blumenthal besticht das „Wattpapier“ auch durch die hohe Transparenz: „Bei uns können die Investoren sich anhand der Kilowatt, die sie erwerben, und der Einspeiseverträge, die wir zur Verfügung stellen, selbst ausrechnen, ob sich ein Investment auszahlt.“ Auch über Sicherheiten und Risiken stellen die Anbieter über greenXmoney so viele Informationen wie möglich bereit, indem die Investoren sich etwa vorab darüber informieren können, welche Versicherungen ein Anbieter abgeschlossen hat.

Ein großer Vorteil des „Wattpapiers“ gegenüber anderen Anlagemodellen in erneuerbare Energien zeigt sich im ungünstigsten aller Fälle: wenn der Besitzer einer Energieanlage Insolvenz anmelden muss. „Die Erfahrung zeigt zwar, dass so etwas sehr selten passiert, aber für jemanden, der Geld anlegt, sollte die Frage doch wichtig sein, um die Risiken zu kalkulieren. Im Gegensatz zu vielen anderen Modellen der Investition in erneuerbare Energien, wie etwa Genussscheine, werden die „Wattpapiere“ im Insolvenzfall nicht nachrangig gehandhabt. Sie gehen - im ungünstigstem Fall - in die geordnete Insolvenzmasse ein.“ Torsten Blumenthal empfiehlt Anlegern aber, jedes Detail zur Risikoabwägung genau zu überprüfen und  ihr Direktinvestment über greenXmoney auf mehrere der dort gelisteten erneuerbaren Energieanlagen zu verteilen.

Aktuell werden auf der Plattform die Stromerträge von vier Photovoltaik-Anlagen verschiedener Größen sowie einer Windkraftanlage gehandelt. Hinter der Windkraftanlage steht erneut Thomas Günzel. Der Thüringer hat beschlossen, am ersten Erfolg anzusetzen. Er bietet nun eine weitere Portion Stromerträge seiner bestehenden Windkraftanlage an. Mit den Erlösen sollen  zwei Windkraftanlagen im brandenburgischen Freudenberg-Bayersdorf finanziert werden. So wird die Windkraft nicht nur zur Basis, sondern auch zum Ziel eines Investments über greenXmoney.

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Weitere Informationen unter:

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